Mitgliederversammlung 2018 - Kurzbericht

Kurzbericht über die Mitgliederversammlung 2018

Am 29.09 2018 fand die diesjährige MV des Vereins „Rückenwind“ e. V. in Bergen statt.
(Einzelheiten können in dem Protokoll auf der Mitgliederseite nachgelesen werden.)

Neben den aktuellen Berichten des Vorstandes informierte Frau Schneider über die aktuelle Situation in Brasilien:
Nach dem Staatsstreich (golpe) gegen die demokratisch gewählte Präsidentin Dilma Rousseff im Jahr 2016 änderte sich die Lage total. Die Regierung Temer hat viele von der Bevölkerung durch lange Jahre errungene Rechte einfach gestrichen. Korruption und Selbstbereicherung einer reichen Schicht herrschen. Die Mittel für das Bildungswesen ebenso wie die für das Gesundheitswesen sind für 20 Jahre eingefroren. Soziale Hilfen sind gestrichen, so dass Millionen von Menschen wieder in die Armut abgedrängt wurden. Alle Fortschritte der letzten 15 Jahre unter Lula und Dilma sind nun wieder hinfällig. Dazu kommt die Ungewissheit vor der Wahl am 7. 10.18, bei der der rechte Kandidat Bolsonaro der Favorit zu sein scheint. Frei Betto, ein Befreiungstheologe, sagt: „Dem Volk fehlt eine politische Alphabetisierung.“ Aber gerade auf dieser so notwendigen Linie arbeiten unsere Partner von IRPAA, so dass deren Unterstützung das Wichtigste ist, was wir mit „Rückenwind“ tun können.

Im Jahr 2019 besteht der Verein 25. Jahr.
Dies war Anlass einen Rückblick zu halten und über die Zukunft zu diskutieren.
Fazit: Die vergangenen  25 Jahre waren geprägt von Engagement, notwendigen Veränderungen und Anpassungen. Alle Aktivitäten dienten den Zielen des Vereins. Es gab erfreuliche Erfolge, Erkenntnis über die Bedeutung der Arbeit, aber auch Enttäuschungen.
Für die Zukunft stellt sich auf Grund der Alterssituation im Verein die Frage:
Wie soll es mit dem Verein weitergehen?
Wer führt die wichtigen Aufgaben weiter, wenn 2019 der Vorstand neu gewähl

Spendenbitte

                                                                                                                            

55608 Bergen, März 2018

Liebe engagierte Mitmenschen!
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Eine gute Nachricht für jeden von uns:

                Wir müssen der Not und dem Unrecht in der Welt nicht ohnmächtig zusehen.

                Wir können positive Veränderung bewirken – schnell und direkt!

Die Situation in Brasilien nach dem Putsch gegen die Präsidentin Dilma Rousseff ist erschreckend. Mühsam erkämpfte Rechte wurden einfach zunichte gemacht. Die Menschen verzweifeln, weil ihnen persönlich und politisch Perspektiven fehlen. Unzählige fallen zurück in Armut.
Die Ausbildungsarbeit, die unsere brasilianische Partnerorganisation IRPAA (=Regionales Institut für angepasste Kleinbauernlandwirtschaft) leistet, bietet jungen Menschen auf dem Land hoffnungsvolle Möglichkeiten. „Rückenwind“ würde gern mehr zur Unterstützung dieser Programme beitragen.

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Wir sind nur ein kleiner Verein, unsere Mittel sind begrenzt.
Weil aber die Chance echter Hilfe so groß ist und nicht verpasst werden sollte, traue ich mich einfach, alle meine Bekannten um Mithilfe zu bitten.

50 Euro kostet der Intensivkurs für einen jungen Menschen.

Wir würden gern in den kommenden drei Jahren 360 Jugendlichen diese Ausbildung ermöglichen. Mit dem Engagement vieler Menschen hoffen wir, dieses Ziel zu erreichen.
Es ist auch für uns selbst eine gute Erfahrung, nicht ohnmächtig der Not gegenüber zu stehen. Wir können tatkräftig Veränderung schaffen!Flyer Entwurf Seite 3x

 

 

 

Die vertrauensvolle Zusammenarbeit mit IRPAA macht mir Mut und ich lade Sie ein sich zu beteiligen.

   

 

 

Herzlich grüßt Sie

                               Ingeborg Schneider  

 

 

 

 

 

Rückblick auf Winkelmann-Vortrag

"So gierig ist der Mensch gar nicht"

Rückblick auf den Abend mit Bernd Winkelmann
Am Donnerstag, den 31. 8. 2017, lud „Rückenwind“ e. V. zu einem Vortrag von Bernd Winkelmann nach Kirn ins Wilhelm-Dröscher-Haus ein.
Winkelmann ist ev. Theologe und Mitarbeiter der „Akademie Solidarische Ökonomie“. In seinem jüngsten Buch „Die Wirtschaft zur Vernunft bringen“ geht es nicht nur um die allseits bekannten Entwicklungen, die uns ängstigen und lähmen (Umweltzerstörung, weltweite Fluchtbewegungen, Kriege etc.), sondern der Autor beschreibt gangbare Wege einer lebensförderlichen Kultur und zeigt konkrete Möglichkeiten einer Wirtschafts- und Lebensweise, die die Lebensgrundlagen schont und nicht weiter maßlos ausbeutet.
Hoffnungsvoll sind die Erkenntnisse der neueren Humanwissenschaften: Nicht in Konkurrenz und Gegeneinander, sondern in gegenseitiger Wertschätzung, in Kooperation und gelingender Gemeinschaft wird der Mensch erst glücklich und kann sein kreatives Potenzial entfalten (siehe : „59 Thesen …“).
Unter den ca. 20 Besuchern kam es zum lebhaften Gespräch und intensivem Austausch.

Zum nachlesen hier seine
59 Thesen für eine grundlegende Reformation unserer Wirtschafts- und Lebensweise